"Abwesende
Arbeitsplätze" / "Abwesende Arbeitnehmer"
2.000 € monatliches Mindesteinkommen
"Nur wer
arbeitet, soll auch essen."
Franz Müntefering,
ehemaliger SPD-Vorsitzender und Bundesminister für Arbeit und Soziales (!), 16.05.2006
Franz Müntefering,
ehemaliger SPD-Vorsitzender und Bundesminister für Arbeit und Soziales (!), 16.05.2006
Kinderarmut in Deutschland |
![]() Armut in Deutschland |
1. Grundsätzliche Überlegungen
2. Ein existentielles Problem: Das Ende der Erwerbsarbeit
3. Zwangsarbeit trotz Arbeitsplatzmangel?
4. Je mehr Geld ohne Arbeit, desto mehr Geld für Arbeit
5. Ausbruch aus dem Hamsterrad
6. Warum Arbeitsverweigerer und Arbeitslose nützlich für Arbeitnehmer sind
7. Der größte Sozialmissbrauch - durch Unternehmen
8. Nicht mehr als ein erster Schritt: Das "bedingungslose Grundeinkommen"
9. Motivation zur Arbeit
Das Bandbreitenmodell der ddp führt dazu, daß Unternehmen Menschen als "Steuersparmodelle" auf ihre Gehaltslisten setzen, die sie überhaupt nicht benötigen. Wohin mit all den Menschen? Darauf gibt es 2 Antworten.
Diejenigen, die arbeiten wollen/können, werden (gut bezahlte) Arbeit finden, was zu immer kürzeren Arbeitszeiten führt. Für diejenigen, die nicht die arbeiten wollen/können, gibt es "abwesende Arbeitsplätze". Mütter/Väter, die lieber zu Hause bleiben und sich um ihre Kinder kümmern, werden ebenso als "Steuersparmodelle" auf die Gehaltsliste eines Unternehmens gesetzt wie ihre Kinder. Rentner erhalten keine Rente, sondern ein Gehalt als "abwesende Arbeitnehmer".
Unter www.bandbreitenmodell.de/arbeitsplatzpraemiengesetz finden Sie unter Punkt 3. vier Beschäftigungsmodelle, mit denen die Unternehmen ihre Umsatzsteuersätze senken können. Jeder Erwachsene kann sich selbst entscheiden, ob er Vollzeit, Teilzeit oder gar nicht arbeiten will. Oder ob er/sie als Rentner wieder arbeiten will und z. B. für 32.000 € im Jahr 600 Std. im Jahr einer leichten Tätigkeit nachgehen will.
1. Grundsätzliche Überlegungen
Jeder Mensch benötigt ein ausreichendes Einkommen, um zu existieren. Das nackte Überleben - und nicht mehr als das - ist der Maßstab für Hartz IV. Um einigermaßen am Leben teilzunehmen, bedarf es unzweifelhaft höherer Einkommen. Am Leben teilnehmen zu dürfen - und nicht bloß wie ein Käfigtier zu existieren - ist eine Frage der Menschenwürde. Die Unantastbarkeit dieser Würde ist aus guten Gründen im ersten Artikel unseres Grundgesetzes ausdrücklich geschützt - und wird von allen 5 Regierungsparteien durch Hartz IV, Armutsrenten, Zeitarbeit etc. ignoriert.
Die ddp bietet allen Erwachsenen, die entweder nicht arbeiten wollen oder nicht können ein Mindesteinkommen von 2.000 € als "abwesende Arbeitnehmer".
Diese Zahl löst Skepsis aus. Ist das nicht zu viel? Würden dann nicht zu viele Menschen die Arbeit verweigern? Wie soll es finanziert werden? Leben dann nicht die Nicht-Arbeitenden auf Kosten der Arbeitenden? Solche Fragen zeigen, wie schwer es fällt, alte Denkmuster hinter sich zu lassen. Nachfolgend einige Denkanstöße, die zeigen sollen, warum "wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen" nicht nur unmenschlich ist, sondern auch einen Mangel an Intellekt offenbart. Wir zeigen, warum es zu "abwesenden Arbeitsplätzen" überhaupt keine Alternative gibt und wie sich solche Einkommensquellen finanzieren.
Leben, ohne zu arbeiten? Oder gar ein anständiges Einkommen, ohne zu arbeiten? Für viele ist das unvorstellbar. Was würde geschehen, wenn von heute auf morgen die Hälfte der erwerbsfähigen Bevölkerung nicht mehr arbeiten würde? Gar nichts. Denn heute arbeiten von rd. 55 Mio. Erwerbsfähigen nur rd. 27 Mio. Menschen in "echten" Jobs, davon rd. 5 Mio. in schlecht bezahlter Teilzeitarbeit (Minijobs sind durch ihr geringes Einkommen irrelevant). Rd. die Hälfte aller Erwerbsfähigen ist produktionstechnisch überflüssig - und die Versorgung der Menschen mit Waren funktioniert trotzdem. Was fehlt, ist Kaufkraft, und Kaufkraft gibt es nur durch Einkommen.
2. Ein existentielles Problem: Das Ende der Erwerbsarbeit
| Fragen
Sie einmal einen Betriebswirt, wie viele Mitarbeiter ein
optimales Unternehmen hat. Seine Antwort wird lauten: "Ein
betriebswirtschaftlich optimales Unternehmen hat Null Mitarbeiter und
ist voll automatisiert." Das lernen Betriebswirte an den Hochschulen, und dieses Ziel verfolgen sie in ihrer beruflichen Praxis jeden Tag. Das System zwingt sie dazu. Wer nicht möglichst geringe (Personal-)Kosten hat, ist nicht mehr konkurrenzfähig. Die Folge: Immer mehr Menschen werden wegrationalisiert. |
![]() vollautomatisierte Verpackung
von Brot
|
Unsere Regierungsparteien haben das nicht verstanden. Ganz im Gegenteil predigen sie, wir müßten immer produktiver werden. Aber was heißt das eigentlich? Produktiver zu werden bedeutet nichts anderes, als das zur Produktion der Produkte, die sich verkaufen lassen, immer weniger Menschen benötigt werden.
Unter "Es ist die Nachfrage, Stupid" schreibt die Zeitung "Freitag": "Seit 1991 ist in Deutschland die Zahl der jährlich geleisteten Arbeitsstunden von 17 auf rund 11 Milliarden gesunken. Damit ist ein großer Teil der Erwerbsarbeit weggebrochen. Und zwar nicht etwa, weil Deutschland den Standortwettbewerb verloren hätte. ... Der Grund für diesen dramatischen Rückgang liegt in der weiter steigenden Produktivität. Dieser Trend wird sich fortsetzen."
3. Zwangsarbeit trotz Arbeitsplatzmangel?
| Damit
sind wir bei der nächsten
unbestreitbaren Tatsache: Es gibt bei weitem zu wenige "echte" Arbeitsplätze - also Arbeitsplätze, die so gut bezahlt werden, daß man davon leben kann. Was nutzt es also, Menschen in Arbeit zu zwingen, wenn die Arbeitsplätze fehlen? Durch Automation und den ewigen Zwang zu Rationalisierungen und Produktivitätssteigerungen verschärft sich das Problem. (mehr) Für Unternehmen ist der Hartz IV-Zwang für Arbeitslose, jede noch so schlecht bezahlte Arbeit annehmen zu müssen, scheinbar ideal. So können sie die Löhne immer weiter drücken. Allerdings senken sie dadurch auch die Kaufkraft ihrer Kunden und begehen damit kollektiven unternehmerischen Selbstmord (mehr). |
![]() |
Wenn unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft nicht dadurch zusammenbrechen sollen, daß immer weniger Arbeit zu immer geringeren Lohnsummen und immer geringerer Kaufkraft führt, liegt die einzig logische Konsequenz darin, bei sinkender Arbeitsmenge die Einkommen/Kaufkraft nicht sinken zu lassen. Die "abwesenden Arbeitsplätze" des Bandbreitenmodells sind die einzige Lösung.
4. Hamsterräder und Brandstifter
| Die
Herrschaften von Union, FDP, SPD und Grünen sowie andere
Arbeitgeberlobbysten von DIHK, BDI etc. betreiben mit Hilfe
unkritischer Medien eine Art Gehirnwäscche. Sie preisen das ewige und möglichst schnelle Laufen im Arbeits-Hamsterrad sowohl als Ideal, an dem sich alle zu orientieren haben. Wer im Hamsterrad nicht mitlaufen kann, darf oder will, wird zum Außenseiter. Aber warum laufen wir eigentlich? Und vor allem: Zu wessen Nutzen? Wer profitiert von der Energie, die wir abgeben? Die Hamsterradläufer finanzieren nicht nur die Profite der Kapitalbesitzer. Sie opfern Zeit und Energie, die sie lieber in ihre Familien investieren würden. |
![]() Das Hamsterrad - wozu
eigentlich?
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| Die
Herrschaften von Union, FDP, SPD und Grünen sowie andere
Arbeitgeberlobbysten von DIHK, BDI etc. betreiben mit Hilfe
unkritischer Medien eine Art Gehirnwäscche. Sie preisen das ewige und möglichst schnelle Laufen im Arbeits-Hamsterrad sowohl als Ideal, an dem sich alle zu orientieren haben. Wer im Hamsterrad nicht mitlaufen kann, darf oder will, wird zum Außenseiter. Aber warum laufen wir eigentlich? Und vor allem: Zu wessen Nutzen? Wer profitiert von der Energie, die wir abgeben? Die Hamsterradläufer finanzieren nicht nur die Profite der Kapitalbesitzer. Sie opfern Zeit und Energie, die sie lieber in ihre Familien investieren würden. Union, SPD, FDP und andere Arbeitgeber- lobbyisten betreiben gesellschaftliche Brandstiftung. Sie spalten unsere Gesell- schaft in wertvolle Arbeitsplatzbesitzer und wertlose Arbeitslose. Ganz oben die angeblichen "Leistungsträger" (also die finanzielle Elite und natürlich sie selbst) und ganz unten die "Sozialschmarotzer". Bei jeder sich bietenden Gelegenheit hetzt z.B. FDP-Chef Guido Westerwelle gegen die "Findigen". Wie "findig" er als Unternehmenslobbyist selbst ist, läßt die offizielle Auflistung seiner Nebeneinkünfte nur erahnen. Der nach Meinung informierter Menschen Populist und Volksverhetzer meinte, es gäbe "kein Recht auf staatlich bezahlte Faulheit". Ex-Bundesarbeitsminister Wolfgang Clement (SPD) schieb in seinem Kampf gegen Hartz IVer vom "Vorrang für die Anständigen vor den Parasiten." |
![]() Bild und Hintergrundinfos: Wikipedia
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5. Warum Arbeitsverweigerer und Arbeitslose nützlich für Arbeitnehmer sind
Das Buch "Die Geldlawine" beschreibt in Kapitel 3.4. detailliert das Bandbreitenmodell. Kapitel 1.3.5. des Buches lautet: "Arbeitsverweigerer und Arbeitslose sind nützlich für Arbeitnehmer". Auszüge:
"Der größte Vorteil der Arbeitsverweigerer ist, daß sie das Überangebot an Arbeitskraft nicht vergrößern. Denn je mehr Menschen in minderwertige Jobs gepresst werden, desto größer wird der Druck auf die Gehälter (und alle anderen Arbeitsbedingungen) auch derjenigen, die heute sorglos sind und relativ gut verdienen.
Immer weiter wachsende Heerscharen arbeitsloser Akademiker würden die Arbeitsplätze der Besserverdiener liebend gern für erheblich weniger Gehalt, weniger Urlaub und längere Arbeitszeiten übernehmen. Dementsprechend sind Gehaltsverhandlungen bei Neueinstellungen eine Freude - für Arbeitgeber. Fast jeder, der heute seinen Arbeitsplatz wechseln muß, steigt (selbst bei gleichwertigem neuem Arbeitsplatz) gehaltlich ab. Besonders drastisch ist der Verdrängungswettbewerb allerdings in den unteren Lohngruppen. Gegen 400-€-Jobs haben selbst Geringverdiener keine Chance."
"Je mehr Menschen die Arbeit verweigern, desto bessere Bedingungen (Gehalt, Arbeitszeiten, etc.) müssen Arbeitgeber bieten, sofern sie unverzichtbare Stellen besetzen wollen. Die Nutznießer sind also die Arbeitnehmer. Für Arbeitgeber ist das überhaupt kein Problem, sofern man den Kostendruck des internationalen Wettbewerbs reduziert (2.2.3.). Arbeitgeber haben – was das Gehalt betrifft - das entgegengesetzte Ziel von Arbeitnehmern. Je weniger Gehalt, desto höher ihr Profit. Daher haben die Unternehmer-Lobbyisten vollkommen logische Gründe, in der öffentlichen Diskussion die Arbeitsverweigerer als Problem hinzustellen."
3.865.353 Bedarfsgemeinschaften mal durchschnittlich 834 € mal 12 Monate kosteten die Steuerzahler also knapp 39 Mrd. € im Jahr.
Am Stammtisch heißt es oft, „die Arbeitslosen sollen sich einen Job suchen“. Nehmen wir an, die 3.865.353 Menschen hätten bei ihrer Jobsuche Erfolg und wären künftig (relativ niedrig bezahlt) Arbeiter in der Produktion. Dann läge ihr Durchschnittsverdienst lt. Statistischem Bundesamt bei 2.560 € monatlich. Damit kosten sie ihre Arbeitgeber durchschnittlich (incl. Lohnnebenkosten) 37.720 € jährlich. Diese 37.260 € müssen irgendwo herkommen. Dieses „irgendwo“ ist der Preis der Produkte ihres Unternehmens. Wenn nun 3.865.353 ehemalige ALG II-Empfänger Lohnkosten von durchschnittlich 37.260 € verursachen, sind das insgesamt rd. 144 Mrd. €. Diese 144 Mrd. € Lohnkosten muß irgendwer zahlen. Dieser „irgendwer“ ist der Konsument, der mit den Preisen von Produkten auch die darin enthaltenen Lohnkosten zahlt.
Da Steuerzahler gleichzeitig Konsumenten sind, zahlen sie entweder 3.865.353 arbeitslosen Menschen 39 Mrd. € ALG II mit ihren Steuern oder 3.865.353 Arbeitnehmern 144 Mrd. € mit ihren Konsumausgaben.
Verdienen die ehemals Arbeitslosen mehr als die o.g. 2.560 € monatlich, sind die Kosten für die Konsumenten umso höher. Auch weil mehrere Millionen zusätzliche Konkurrenten auf die Gehälter drücken würden, ist es also aus Sicht der Steuerzahler/Konsumenten viel billiger, die so genannten „Drückeberger“ nicht in Arbeit zu zwingen. Es wäre für die Steuerzahler / Konsumenten sogar billiger, 5 Mio. Drückebergern jeweils 2.000 € monatlich (also insgesamt 120 Mrd. €) zu zahlen. Das Problem liegt im Sozialneid, nicht in den Finanzen.
Die Arbeit verschwindet - immer mehr Menschen werden überflüssig Ein ganz wichtiger Punkt: Durch Rationalisierungen und Automation siehe Interview mit Jeremy Rifkin „Langfristig wird die Arbeit verschwinden“, http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/pa...4?_seite=1 oder "Es ist die Nachfrage, Stupid" aus der Zeitung "Freitag", wo es heißt: "Seit 1991 ist in Deutschland die Zahl der jährlich geleisteten Arbeitsstunden von 17 auf rund 11 Milliarden gesunken. Damit ist ein großer Teil der Erwerbsarbeit weggebrochen. Und zwar nicht etwa, weil Deutschland den Standortwettbewerb verloren hätte. Im Gegenteil: Ohne die seit 1991 aufgelaufenen riesigen Exportüberschüsse wären die Verluste noch höher. Der Grund für diesen dramatischen Rückgang liegt in der weiter steigenden Produktivität. Dieser Trend wird sich fortsetzen." Es kann nicht das Problem der Menschen sein, daß das immer produktivere System sie aussortiert. Auch im BBM wird die Zahl der Arbeitsstunden weiter sinken - allerdings führt es im BBM einerseits zu immer kürzeren Arbeitszeiten bei konstanten bis leicht steigenden Löhnen, und andererseits bietet es mit den "Abwesenden Arbeitsplätzen" die Möglichkeit, auszusteigen und in bescheidenem (!) Wohlstand menschenwürdig zu leben.
6. Der größte Sozialmissbrauch - durch Unternehmen
Volksverhetzer propagieren, Hartz IV-Empfänger würden massenhaft den Sozialstaat missbrauchen und sich insgesamt Leistungen in Höhe einiger Euro erschleichen, die ihnen nicht zustehen. Das summiert sich auf einige hundert Millionen Euro. Bemerkenswert daran ist, daß der Vorwurf hauptsächlich von Unternehmenslobbyisten propagiert wird. Und noch bemerkenswerter ist, daß Unternehmen den ganz großen Sozialmissbrauch betreiben. Unternehmen plündern Steuerzahler und Sozialsysteme nicht um Millionen, sondern um Billionen. (mehr)
7. Motivation: Warum Menschen trotz Lottogewinn weiter arbeiten
Wer würde noch arbeiten, wenn sie auch 2.000 € monatlich erhielten, ohne zu arbeiten? Eine wissenschaft- liche Disziplin, die "ökonomische Glücksforschung", beschäftigt sich hauptsächlich mit solchen Fragen.
| "Wer
würde noch arbeiten, wenn es auch ohne Arbeit Geld
gäbe?" So lautet eine Frage der Gegner des |
Warum arbeiten heute rd. 1,34 Mio. "Aufstocker", die trotz Arbeit weniger als Hartz IV verdienen und mit einem Zuschuß der Arges auf Hartz IV-Niveau "aufstocken" müssen, obwohl sich die Arbeit finanziell überhaupt nicht lohnt? Weil Arbeit für die Mehrheit der Menschen Glück und Sinn stiftet. Die meisten Menschen brauchen eine Aufgabe, Kontakt mit Menschen, regelmäßige Tagesabläufe und das Gefühl, etwas geschafft zu haben. Deshalb wird immer ein ausreichend hoher Anteil der Menschheit motiviert sein, zu arbeiten. Da man im System der ddp / im Bandbreitenmodell als Arbeitnehmer mindestens rd. doppelt so viel verdient wie ohne Arbeir, ist auh der finanzielle Anreiz vorhanden, um sich größere materielle Wünsche erfüllen zu können.
8. "Abwesende Arbeitsplätze" = Betriebsrente + Steuersparmodell
Betriebsrenten kennt fast jeder. Und fast jeder hat auch schon man von Steuersparmodellen gehört. "Abwesende Arbeitsplätze" sind nichts anderes eine Kombination dieser beiden bekannten Begriffe. Mit "abwesenden Arbeitsplätzen" - also Rentner als Steuersparmodell auf Gehaltlisten der Wirtschaft - ist das Rentenproblem gelöst, und zwar unabhängig von Demographie (Verhältnis von jung zu alt), ohne Arbeit mit Lohnnebenkosten zu belasten, unabhängig von den Risiken des Finanzmarkt, und ohne den Staatshaushalt zu belasten. Und die Wirtschaft boomt durch die zusätzliche Kaufkraft. Das ist für Bürger, Unternehmen und Staat eine win-win-win-Situation.
9. "Abwesende Arbeit" in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung
Von 82 Mio. Bundesbürgern kommen rd. 30 Mio. als "Abwesende Arbeitnehmer" infrage. Wie Seite 6 in "Das Bandbreitenmodell aus Unternehmersicht" zeigt, werden die Einkommen der "Abwesende Arbeitnehmer" über dem Minimum liegen. Realistisch sind durchschnittlich 30.000 € im Jahr für diese Menschen. 30 Mio. Menschen mal 30.000 € sind 900 Mrd. €. Diese 900 Mrd. € sind pure Kaufkraft.
Hinzu kommen rd. 40 Mio. Vollzeit/Teilzeitarbeitnehmer (incl. Beamte und sonstiger öffentlicher Dienst), für die ein Durchschnittsgehalt von 50.000 € realistisch ist (immer brutto gleich netto). Das wären weitere 2 Billionen € Kaufkraft.
Hinzu kommen rd. 100 Mrd. € Kaufkraft der Unternehmer. Macht zusammen rd. 3 Billionen € Kaufkraft der Konsumenten.
Zum Vergleich: 2008 lagen die Brutto-Lohnkosten (incl. Lohnnebenkosten) lt. Statistischem Bundesamt bei 1.225 Mrd. €. Die Summe der Nettolöhne lag bei rd. 800 Mrd. €. Zzgl. 207 Mrd. € Renten, 80 Mrd. € Sozialleistungen und einem Anteil von rd. 200 Mrd. € an den Zinsgewinnen und Unternehmenrrenditem lag die Kaufkraft der Konsumenten bei rd. 1,3 Billionen €.
Mit diesem Geld setzen die Konsumenten beim Handel die Wertschöpfungskette in Gang: Der Handel bestellt verkaufte Ware bei den Lieferanten nach, diese bei Vorlieferanten, diese bei Vorvorlieferanten, usw. (siehe Punkt 3.4.7. im Buch "Die Geldlawine"), bis schließlich aus 1,3 Billionen € Kaufkraft ein Gesamtumsatz von heute 5,148 Billionen entstanden ist. Das sind die Fakten von 2007 lt. aktuellsten Zahlen des Statistischen Bundesamts. Wenn man nun vom heutigen Faktor 4 ausgeht, werden im BBM aus 3 Billionen € Kaufkraft 12 Billionen € Gesamtumsatz. Von diesen 12 Billionen € sind 0,9 Billionen € Gehälter für die "Abwesenden Arbeitnehmer" enthalten. Das sind 7,5% vom Umsatz - oder anders ausgedrückt: Peanuts! Die ddp ist die Kaufkraft-Partei - für alle!
Fazit: Wenn 30 Mio. Menschen "Abwesende Arbeitnehmer" sind, werden sie von den Unternehmen mit 7,5 % ihres Umsatzes finanziert. Den Staat kosten die "Abwesenden Arbeitnehmer" keinen Cent!
10. Keine Armutseinkommen
Die ddp steht für den Kampf gegen Niedrigeinkommen. Warum sollen wir ein Armutseinkommen von nur 1.000 € anbieten? Warum sollen wir diejenigen mit Niedrigeinkommen bestrafen, die (so wie heute) zur Produktion der Güter und Dienstleistungen überhaupt nicht benötigt werden? Wenn man nur durch Arbeit der Armut entgehen kann, ist das ein Zwang zur Arbeit - Zwangsarbeit im Sinne der Zumutbarkeitsregeln von Hartz IV. Das geht überhaupt nicht. Und was ist mit Arbeitsunfähigen? Warum sollen sie ihr Leben in Armut fristen? Niedrigeinkommen machen jedes Parteiprogramm absurd. Und es gibt auch nicht den geringsten Grund dafür. Geld ist im Überfluss vorhanden.
11. Lebenslange Weiterbildung
Wir bieten in unserem Programm die Möglichkeit lebenslanger Weiterbildung - vom Seminar über eine Ausbildung bis zum Studium. Dabei müssen sich die Menschen finanzieren können, und zwar aufgrund meist höherer finanzieller Verpflichtungen auf einem wesentlich höheren Niveau als das heutige Armuts-BaFöG. Ohne die "Abwesenden Arbeitsplätze" ist das nicht möglich.
Wer mit 20, 30, 40, 50, 60 oder 70 Jahren beschließt, zu studieren, der kann das tun und sich als "abwesender Arbeitnehmer" auf eine Gehaltsliste setzen und das Studium finanzieren lassen.
Für viele Menschen klingt das zunächst unglaublich. Der Diskussion um das "bedingungslose Grundeinkommen" (BGE) ist es zu verdanken, daß sich immer mehr Menschen der Erkenntnis öffnen, daß der Mensch in einem Wirtschaftssystem so frei wie möglich sein sollte. Der größte Unterschied der "abwesenden Arbeitsplätze" zum BGE liegt darin, daß das Einkommen nicht vom Staat, sondern von den Unternehmen gezahlt wird. Das Bandbreitenmodell unterscheidet sich vom BGE vor allem dadurch, daß es die Ursachen der Arbeitslosigkeit/Niedriglöhne beseitigt, statt die Symptome zu lindern.
Weitere Details finden Sie unter www.bandbreitenmodell.de/faq




