Offener Brief an die Bürger Griechenlands

Offener Brief an die Bürger Griechenlands
Empört Euch, wenn Euch Frau Merkel, Herr Sarkozy, Herr Junker und Co mit nicht erfüllbaren und unmenschlichen Sparmaßnahmen belasten und behaupten, Griechenland retten zu wollen. Denn jene, die sich als Retter ausgeben, sind in Wahrheit die, die Europa an die Finanzherrschaft verkaufen und tatsächlich nichts anderes im Schilde führen, als Europa und deren Bürger auszuplündern und auszurauben.
Empört Euch darüber, dass die Milliarden Euro, die Eurem Staat und Euch Bürgern von den Euroländern gezahlt wurden und dazu dienen sollten, die Wirtschaft zu sanieren, nicht bei Euch ankamen, sondern im Rachen der Banken verschwanden.
Empört Euch über Eure Politiker, die schon lange nicht mehr Euren Bürgerinteressen dienen.
Empört Euch über den (Zwangs-) Euro, der kein Segen für Euer Land ist, sondern in die finanzpolitische Abhängigkeit führt.
Empört Euch über die EU-Politiker und die Kommissare in Brüssel, die unsere gemeinsame Demokratie mit Füßen treten.
Empört Euch über den demokratiefeindlichen Lissabon-Vertrag, der nur eines im Schilde führt: alle EU-Staaten und deren Bürger in einer EU-Diktatur zu vereinnahmen, in der das Militär für zukünftige Kriege unter dem verlogenen Deckmantel der „Verteidigung von Freiheit und Demokratie“ aufgerüstet wird.
Empört Euch über das Diktat durch EZB, dem IWF und der Großbanken. Liebe Griechinnen und Griechen, Empören wir uns gemeinsam über unsere Politiker, die jegliche Bodenhaftung und Bezug zu den Bürgern verloren haben und Lakaien des Großkapitals sind.
Wehren wir uns gemeinsam gegen unsere Politiker, die es zulassen, dass gewachsene Unternehmen unserer Länder mit der Macht der Finanzhaie und Heuschrecken aufgekauft, ausgeraubt und zerschlagen werden, nur um des Profites Willen und den Markt zu ihren Gunsten zu bereinigen.
Wehren wir uns gemeinsam dagegen, dass Volksvermögen / Bürgereigentum an Großinvestoren verscherbelt werden.
Wir sitzen alle im gleichen Boot, denn auch in den anderen EU-Staaten steht den Bürgern das Wasser bis zum Hals. Trotz Wirtschaftswachstum, welches nur ein kreditfinanziertes Strohfeuer ist, kann Deutschland nicht einmal die Zinsen für seine Staatsschulden bezahlen ohne neue Schulden aufnehmen zu müssen. Selbst im dem reichen Deutschland gibt es immer mehr Arbeitslose und Menschen, die von ihrem Lohn nicht leben können. Über die stark zunehmende Kinder- und Altersarmut wird nicht gesprochen, weil es für die Politiker unbequem ist.
Wir dürfen nicht zulassen, dass die Menschen und Staaten Europas von den Machteliten gegeneinander ausgespielt werden und sich verfeinden.
Lasst uns gemeinsam kämpfen für das Wohl unserer Bürger, für ein friedliches humanistisches Europa der Vaterländer. Lasst uns zurückkehren zu unseren früheren Währungen, denn die Währung eines Landes, so Prof. Hankel (Volkswirt und Eurokritiker), gehört unter die Kontrolle der betreffenden Staaten und der nationalen Notenbank. Der Euro kann als Komplementärwährung ausschließlich der Wirtschaft für den internationalen Handel dienen.
Lasst uns gemeinsam ein neues, sozial-ökologisches, humanistisches Wirtschaftssystem aufbauen. Ein Wirtschaftswunder, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht und sich die Wirtschaft den Interessen und dem Wohl der Bürger unterordnet.
Glaubt nicht den Politikern, die gebetsmühlenartig behaupten, das heutige Wirtschaftssystem sei alternativlos. Das sind bewusste Lügen, die nur ein Ziel verfolgen, Pfründe zu schützen und die Menschen mit dem Zinseszinssystem in Armut und Knechtschaft zu führen.
Liebe Griechinnen und Griechen,
ein besseres, menschengerechteres, humanistisches System ist möglich – wir arbeiten daran, am Wirtschaftswunder 2.0.
Hajo (H.-J.) Selzer
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Kommentare (8)
Steffen Schuetze
Du schreibst mir von der Seele. Griechenland ist uns näher als wir denken. Irgendwann bekommen wir auch die Keule der verfehlten Politik hier im Lande noch stärker zu spüren. Die Griechen haben die Demokratie erfunden und werden jetzt von unseren Euro-Politikern, die scheinbar von den Banken bestochen sind, ausgeplündert. Wie lange sollen wir diese geistigen Tiefflieger eigentlich noch erdulden. Als ob wir nicht genügend Intelligenz im Lande hätten. Die sitzt aber irgendwo im Abseits an der Pforte oder in der Straßenbahn/Taxi. Lasst uns doch unsere regierenden Politiker in den Tagebau oder in die Straßenbahn schicken, wenn sie das überhaupt können.
Udo Packheiser
hoffentlich verstehen die Bürger endlich, dass es höchste Zeit ist für grundlegende Veränderungen. Diese können in jedem einzelnen europäischen Land umgesetzt werden.
Viel Erfolg wünscht Ihnen
Udo Packheiser
Thomas Meisner
Danke!
Mike Stannebein
Deinem offenen Brief kann ich nur zustimmen. Wir brauche in Deutschland mehr Menschen die mit offenen Augen durch das Land gehen.
Danke.
Reinhold Rung
zutreffender kann man es nicht vormulieren.
Liebe Landsleute, liebe Europäer uns ist nicht viel geblieben was wir noch zu verlieren haben.
Öffnen wir uns für moderne änderungs-Idehen, wir sind das Volk, gemeinsam angehen können wir diesen Zustand ändern und nur gewinnen.
Weiter so und viel Erfolg wünscht Ihnen
Reinhold Rung
Jürg Jürgens
ich unterstreiche jeden Satz.
Du hast einen echten Volltreffer gelandet.
Liebe Grüße
jürg
Conny Moriani
besser kann man es nicht sagen! Vielen Dank und weiter so!
Liebe Grüsse
Conny
Tdm Yamaha
Dem giebt es nichts mehr hinzu zufügen!
Vielen Dank für diese offenen Worte