Psychiatrie
Die ddp spricht sich gegen
inhumane Formen der Psychiatrie und des Umgangs mit psychisch Kranken
aus.
Auch für psychisch Kranke gelten grundgesetzliche Gebote wie die Unantastbarkeit der Menschenwürde und der Gleichheitsgrundsatz. Die ddp unterstreicht das Recht auf humane Lebensbedingungen für alle Menschen. Sie will die Hilfen für psychisch Kranke und Psychiatrieerfahrene wirksamer machen. Die Verwendung von Psychopharmaka ist grundsätzlich kritisch abzuwägen. Aufgrund des hohen Gefahrenpotentials dieser Mittel sollten Dosis und Häufigkeit mit Bedacht gewählt werden.
Die ddp setzt sich für mehr Psychotherapien, Körpertherapien, Sozialtherapien und Förderprogramme und ihre Bezahlung durch die Krankenkassen ein. Psychotherapien, Körpertherapien, Sozialtherapien und Förderprogramme werden in ihrer Wirksamkeit bei psychischen Erkrankungen noch immer unterschätzt. Dabei können sie (das belegen fundierte wissenschaftliche Studien) ganz wesentlich zur Besserung der psychischen Krankheitsbilder beitragen.
Die ddp steht den Bestrebungen von psychisch Kranken und Psychiatrieerfahrungen positiv gegenüber, die fordern, Depressionen und Psychosen nicht medikamentös zu unterdrücken, sondern in ihrer Bedeutung wahrzunehmen und vermehrt in Gesprächen und anderen Formen der Reflexion aufzuarbeiten. Der psychiatrischen Lehrmeinung von der körperlich verursachten Erbkrankheit, die auch in der Gen-Forschung immer noch vorausgesetzt wird, begegnet die ddp mit großer Skepsis. Psychische Erkrankung kann jeden zu jederzeit treffen - unabhängig von Herkunft, Nationalität, Alter und sonstiger Zugehörigkeit. Darum ist es nicht hinzunehmen, dass dieses Thema weiterhin verdrängt, versteckt, ignoriert und/oder abschätzig betrachtet wird.
Die ddp fordert einen offenen Umgang mit dem Thema "psychische Erkrankung" und lehnt jegliche Stigmatisierung und Diskriminierung der Betroffenen ab. Auch die noch immer übliche Ausgrenzung psychisch Kranker aus dem sozialen Leben ist nicht tolerierbar. Jeder psychisch Kranke soll am gesellschaftlichen Leben und insbesondere am Schul- und Erwerbsleben teilnehmen können.
Die ddp bejaht und unterstützt die Entwicklung sinnvoller Alternativen zur Pflege- und Betreuungsmentalität der herkömmlichen medizinischen Psychiatrie unter Mitwirkung der psychisch Kranken und ihrer Interessenverbände als gleichberechtigte Partner. Sie schließt sich der Meinung des Bundesverbandes der Psychiatrieerfahrenen (BPE) an, die da lautet: "Zwang und Gewalt erzeugen Angst, können aber wie Bevormundung und Verwahrung niemals Heilung bewirken. Wir fordern eine subjektorientierte Psychiatrie, die von unseren Erfahrungen und von unserem Erleben im Zusammenhang mit unserer Lebensgeschichte ausgeht, die Dialog und Hilfe zur Verarbeitung der Inhalte der Psychosen und Depressionen anbietet und unsere Bedürfnisse berücksichtigt. Wir wollen offen und unbefangen mit unserer Erkrankung und der ihr innewohnenden Reifungsmöglichkeit umgehen und mehr Eigenverantwortung übernehmen. Wir haben nichts zu verbergen. Viel zu lange ist geschwiegen worden."
Text: Dr. Holger Lüttich
Auch für psychisch Kranke gelten grundgesetzliche Gebote wie die Unantastbarkeit der Menschenwürde und der Gleichheitsgrundsatz. Die ddp unterstreicht das Recht auf humane Lebensbedingungen für alle Menschen. Sie will die Hilfen für psychisch Kranke und Psychiatrieerfahrene wirksamer machen. Die Verwendung von Psychopharmaka ist grundsätzlich kritisch abzuwägen. Aufgrund des hohen Gefahrenpotentials dieser Mittel sollten Dosis und Häufigkeit mit Bedacht gewählt werden.
Die ddp setzt sich für mehr Psychotherapien, Körpertherapien, Sozialtherapien und Förderprogramme und ihre Bezahlung durch die Krankenkassen ein. Psychotherapien, Körpertherapien, Sozialtherapien und Förderprogramme werden in ihrer Wirksamkeit bei psychischen Erkrankungen noch immer unterschätzt. Dabei können sie (das belegen fundierte wissenschaftliche Studien) ganz wesentlich zur Besserung der psychischen Krankheitsbilder beitragen.
Die ddp steht den Bestrebungen von psychisch Kranken und Psychiatrieerfahrungen positiv gegenüber, die fordern, Depressionen und Psychosen nicht medikamentös zu unterdrücken, sondern in ihrer Bedeutung wahrzunehmen und vermehrt in Gesprächen und anderen Formen der Reflexion aufzuarbeiten. Der psychiatrischen Lehrmeinung von der körperlich verursachten Erbkrankheit, die auch in der Gen-Forschung immer noch vorausgesetzt wird, begegnet die ddp mit großer Skepsis. Psychische Erkrankung kann jeden zu jederzeit treffen - unabhängig von Herkunft, Nationalität, Alter und sonstiger Zugehörigkeit. Darum ist es nicht hinzunehmen, dass dieses Thema weiterhin verdrängt, versteckt, ignoriert und/oder abschätzig betrachtet wird.
Die ddp fordert einen offenen Umgang mit dem Thema "psychische Erkrankung" und lehnt jegliche Stigmatisierung und Diskriminierung der Betroffenen ab. Auch die noch immer übliche Ausgrenzung psychisch Kranker aus dem sozialen Leben ist nicht tolerierbar. Jeder psychisch Kranke soll am gesellschaftlichen Leben und insbesondere am Schul- und Erwerbsleben teilnehmen können.
Die ddp bejaht und unterstützt die Entwicklung sinnvoller Alternativen zur Pflege- und Betreuungsmentalität der herkömmlichen medizinischen Psychiatrie unter Mitwirkung der psychisch Kranken und ihrer Interessenverbände als gleichberechtigte Partner. Sie schließt sich der Meinung des Bundesverbandes der Psychiatrieerfahrenen (BPE) an, die da lautet: "Zwang und Gewalt erzeugen Angst, können aber wie Bevormundung und Verwahrung niemals Heilung bewirken. Wir fordern eine subjektorientierte Psychiatrie, die von unseren Erfahrungen und von unserem Erleben im Zusammenhang mit unserer Lebensgeschichte ausgeht, die Dialog und Hilfe zur Verarbeitung der Inhalte der Psychosen und Depressionen anbietet und unsere Bedürfnisse berücksichtigt. Wir wollen offen und unbefangen mit unserer Erkrankung und der ihr innewohnenden Reifungsmöglichkeit umgehen und mehr Eigenverantwortung übernehmen. Wir haben nichts zu verbergen. Viel zu lange ist geschwiegen worden."
Text: Dr. Holger Lüttich